



Passend zum ernsten aber interessanten Unterrichtsthema „Holocaust“ unternahm der Geschichte-Leistungskurs gemeinsam mit Fachlehrer Leonhard Plitt eine Exkursion nach Münster. In der Villa ten Hompel erhielt der Kurs zunächst eine Führung durch die Ausstellung „Geschichte, Gewalt, Gewissen“, bei der es um die Verbrechen der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus ging. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen aus dem Unterricht über Verfolgtengruppen oder die Planungen der „Wannseekonferenz“ anwenden und vertiefen. Auch der spätere Umgang mit Verfolgung und Ausgrenzung nach dem Kriegsende wurde reflektiert.
Im Anschluss besuchten die 15 Kursteilnehmenden gemeinsam die Mensa am Aasee und erlebten so einen authentischen Einblick in den Alltag der Studentenmetropole Münster.
Frisch gestärkt spazierte die Gruppe nun zum Domplatz um dort von Dr. Lena Krull vom Historischen Seminar der Uni Münster in Empfang genommen zu werden. Die Dozentin erläuterte die Grundzüge eines Geschichtsstudiums sowie die Studienvoraussetzungen. Als Highlight konnten die LK-Mitglieder dann an der Sitzung zum Ersten Weltkrieg von Dr. Krulls Seminar „Das Kaiserreich“ teilnehmen und so eine authentische universitäre Lehrveranstaltung gemeinsam mit regulären Studierenden erleben, inklusive Referat und Quellenlektüre. Da dieser Themenbereich bereits im letzten Schuljahr an der Euregio besprochen wurde, trauten sich einige Schülerinnen und Schüler sogar Wortmeldungen in der Seminarsitzung zu. Rückblickend bemerkte zum Beispiel Schülerin Alina Klausmeier: „Ein Unterschied zur Schule war vor allem der extreme Gebrauch von Fachsprache und die ausführliche Diskussion zwischen den Studierenden.“
Abschließend freut sich Lehrer Leonhard Plitt über die sinnvolle fachliche Ergänzung der Abiturvorbereitung, aber auch über den wertvollen Beitrag zur Studienorientierung. Ein herzlicher Dank gilt dem Mensaverein der Euregio Gesamtschule für das Sponsoring der Bahn-Tickets!
